Wanderungen 10

        Es scheint mir ohne Zweifel im Interesse der Touristen zu liegen, nachdem wir nun die verschiedensten Kreuz- und Querzüge durch unser Gebiet glücklich zu Ende gebracht haben, nochmals einen kurzen Rückblick zu werfen auf den Inhalt unserer Arbeit und dasjenige herauszunehmen und in entsprechender Reihenfolge zusammenzustellen, was zunächst

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dem praktischen Bedürfnisse der Reisenden am meisten entspricht, mit anderen Worten, einige Anleitung zu geben, wie die Schönheit der Glocknergruppe am besten kennen gelernt werden kann, welches die dankbarsten Exkursionen sind.

       Der Grossglockner und seine Umgebung ist ein von der Natur so ausserordentlich reich ausgestattetes Gebiet, seine Pracht und Grossartigkeit von so unendlicher Fülle, dass leicht Wochen und Monate verfliessen würden, um sie in erschöpfender Weise kennen zu lernen. Doch nur wenige Leute sind in der glücklichen Lage, mehrere Sommer hindurch ihre Thätigkeit ausschliesslich auf einen einzigen Gebirgsstock zu concentriren. Es wollen vielmehr die Touristen in möglichst kurzer Zeit die hervorragendsten Partien einer Gruppe besichtigen, um dann rasch wieder einem andern Theile der Alpen zuzueilen; somit erscheint eine Zusammenstellung der interessantesten Touren, ein guter Rath, wie der Besuch der schönsten Punkte am besten verbunden werden könne, gewiss als wünschenswerth.

       Die einen wollen in vollständiger Bequemlichkeit die Tage ihrer Sommer- oder Herbstferien verleben, sie wollen den werthen Gliedern eine möglichst geringe Anstrengung zumuthen und doch zu gleicher Zeit eine grosse Auswahl von Genüssen zu ihrer Verfügung haben; die andern dagegen scheuen nicht Mühe und Gefahr, nach den Hochregionen mit ihren zaubervollen Schätzen richten sie ihre Schritte. Sie wollen die Alpen weit in ihrem vollen Glänze erfassen, sich nicht mit dem begnügen, was ihnen die breitgetretene Touristenstrasse bietet. Somit ist denn von selbst für eine Anleitung zur Bereisung der Glocknergruppe ein doppelter Weg vorgezeichnet. Es muss eine solche sowohl für die Verehrer der Bequemlichkeit gegeben werden, als auch für die Freunde erhabener Hochtouren.

       Was die ersteren betrifft, so mag, wenn die Nordseite den Ausgangspunkt der Ausflüge bildet, jedenfalls der Besuch der drei Thäler Stubach, Kaprun und Fusch auf dem

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Programme stehen, das erstgenannte Thal bis zum Weisssee das zweite bis zum Mooserboden, das dritte bis zur Trauneralpe oder bis in's Käferthal ; doch möge hiebei nicht der Abstecher in das Weichselbachthal mit dem Fuscherbade vergessen werden; zugleich lässt sich damit die Ersteigung des Schwarzkopfs wohl in Verbindung bringen.

       Als eine durchaus ungefährliche, wenn auch etwas anstrengende Partie, ist die Ueberschreitung des Kapruner Thörls zu empfehlen, wodurch die Besichtigung der beiden Hauptäste des Stubachthales am zweckmässigsten mit dem Kaprunerthale vereinigt werden kann. Schlägt man hiebei in Vellern im Stubachthale sein Nachtquartier auf, so ist der etwa 9 - 10 ständige Marsch zum Grünsee und Weisssee, dann am Ausgang des Oedenwinkelgletschers vorüber zum Riffelgletscher und zum Kaprunerthörl, von da aus über den Thörlgletscher, den Karlingergletscher und den Mooserboden zur Wasserfallalpe im Kapruner thale reichlich belohnt durch die grossartigen Scenerien, die den Wanderer auf diesem Wege vor Augen treten.

       Der folgende Tag bringt uns leicht in ungefähr 7 Stunden über Kaprun in's Fuscherthal wo am zweckmässigsten Bad Fusch als nächstes Standquartier benützt wird. Die Ersteigung des Schwarzkopfs von hier aus mit dem hiebei zu wählenden Abstieg nach Ferleiten über die Durcheckalpe wurde bereits oben geschildert.

       Um von der Nordseite der Glocknergruppe auf die Südseite zu gelangen, haben wir nur einen einzigen Pass zur Verfügung, der nicht vergletschert wäre, den Heiligenbluter Tauern, über welchen man sowohl vom Fuscher- als auch vom Rauriserthale aus Heiligenblut erreichen kann. Doch stehen noch zwei andere Uebergänge offen, die zwar über Gletscher, jedoch vollständig gefahrlos führen. Höchstens dürfen diese Touren langdauernd und beschwerlich genannt werden. Es ist dies einerseits der Weg von Ferleiten über die Pfandlscharte nach Heiligenblut, anderseits von Uttendorf über den Stubach-Kalser Tauern nach Kals. Von diesen beiden Pässen ist besonders die Pfandlscharte von Fremden häufig besucht. Sie wurde von solchen im Jahre

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1869 in der Richtung von Ferleiten nach Heiligenblut 56 mal, in umgekehrter Richtung fast gleich oft überschritten. Hiermit lässt sich leicht auch der Besuch des Pasterzengletschers bis zur Franz - Josephs - Höhe oder bis zur Johannishütte verbinden. Am besten ist es wohl, wenn man die Tour auf zwei Tage vertheilt und am ersten Tage von Ferleiten bis zur Johannishütte wandert, dort übernachtet und am zweiten Tage nach Heiligenblut hinabsteigt.

       Um von Heiligenblut nach Kals zu kommen oder umgekehrt, kann man entweder den bequemsten aber weitesten Weg über Lienz wählen, der zum grössten Theil fahrbar ist, oder durch das Leiterthal, endlich über den Pasterzengletscher, die Stockerscharte und das Berger Thörl. Der erstere unter den beiden letztgenannten Wegen ist der nächste, doch bietet er nur geringe Genüsse. Der mit Unrecht verrufene Katzensteig, der hiebei passirt werden muss, erfordert kaum Schwindelfreiheit und ist nach den in neuester Zeit vorgenommenen Verbesserungen leicht zu überschreiten. Weitaus der interessanteste unter den drei angegebenen Wegen ist der letzte, der über den Pasterzengletscher, die Stockerscharte und das Berger Thörl führt. Doch nimmt derselbe immerhin einen starken Tagemarsch in Anspruch.

       Für denjenigen endlich, der Heiligenblut und das obere Möllthal bereits kennt, empfiehlt sich der direkte Uebergang von Ferleiten oder von der Johannishüte über den Pasterzengletscher, die Stockerscharte und das Berger Thörl nach Kals. Kals möge jedenfalls als Standquartier gewählt werden. Hoffentlich gestalten sich auch die Unterkunftsmittel in diesem Dorfe von Jahr zu Jahr günstiger, so dass hier ein mehrtägiger Aufenthalt in Verbindung mit einzelnen Exkursionen gewiss zu den grössten Annehmlichkeiten einer Gebirgsreise gehört.

       Zur Ersteigung des Grossglockners auf dem neuen Kaiser Wege ist schon jetzt nicht mehr als sicherer Tritt und Ausdauer erforderlich, so dass sich unbedenklich auch mittelmässige Bergsteiger an die Bezwingung des höchsten Gipfels der Norischen Alpen wagen

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dürfen. Steht nur nicht still auf der betretenen Bahn, Ihr wackern Kalser, Ihr sollt noch goldene Früchte ärnten!

       Doch auch Derjenige, dem die Ersteigung des Grossglockners zu mühsam fallen würde, hat unter einer Reihe von interessanten Touren reiche Wahl. Vor Allem ist die Stüdlhütte des Besuches werth: der Weg dahin bietet durch den Blick auf den Glockner und den Ködnitzgletscher viele Genüsse, dazu die Aussicht von der Hütte selbst auf den wilden Absturz des Teischnitzgletschers und den fernen Kranz der Kalkalpen Südtirols. Dessgleichen ist der Besuch des Dorferthales, wenigstens bis zur Höhe der sogenannten Stiege zu empfehlen. Der Hochschober im Süden, der Einblick in das Dorferthal bis zu seinem Ursprung gegen Norden bilden dort die Glanzpunkte der Rundsicht; besser jedoch, man dehnt den Ausflug bis zum Dorfersee aus. Endlich ist auch der Gang auf das Kalser Thörl nicht zu versäumen. Das Panorama desselben ist gewiss eines der schönsten im ganzen Gebiete der Hohen Tauern.

       Wir kommen nun zur zweiten Klasse von Reisenden, zu den Freunden der Hochregion. Ein weites Feld der Thätigkeit steht diesen offen. Nehmen wir wieder die nördlichen Thäler der Glocknergruppe als Ausgangspunkt. Haben wir vorhin schon den Stubach-Kalser Tauern, die Pfandlscharte und den Heiligenbluter Tauern als die Pässe genannt, über welche man bequem von der nördlichen Seite der Glocknergruppe auf die südliche gelangen kann, so mögen für die unermüdlichen Bergsteiger hier noch das Riffelthor aus dem Kaprunerthale auf den Obersten Pasterzenboden, ebenso die Bockkar- und die Fuscherkarscharte von Ferleiten zur Pasterze genannt werden. Die beiden letzteren gewähren einen zwar schwierigeren, aber auch weit lohnenderen Uebergang von Ferleiten nach Heiligenblut oder Kals, als der Heiligenbluter Tauern oder die Pfandlscharte.

       Um jedoch aus dem Fuscherthale ins Kaprunerthal zu gelangen oder umgekehrt, wird der geübte Steiger am besten den Weg über das Grosse Wiesbachhorn einschlagen. Führer A. Hetz in Kaprun hat dasselbe von der Westseite, A. Hutter

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in Dorf Fusch von der Ostseite aus erstiegen. Die beiden Kalser J. Schnell und Thomas Groder jedoch sind jedenfalls die tüchtigsten Führer für die Bezwingung des Grossen Wiesbachhorns; sie kennen vier Wege auf diesen Gipfel. Um von der Johannishütte nach Kals zu gelangen, ist der weitaus interessanteste Weg der über den Grossglockner selbst. Das Aeussere Glocknerkar bietet hiebei für einen in Gletschertouren bewanderten Touristen nur mässige Schwierigkeiten, besonders in früher Jahreszeit, wenn noch nicht die Schneehülle geschmolzen und blankes Eis, durchzogen von vielen Spalten, zu Tage getreten ist. Bei günstigen Terrainverhältnissen ist der Weg von der Johannishütte auf die höchste Spitze des Grossglockners in ungefähr 5 Stunden, der Abstieg von dort nach Kals in wenig längerer Zeit ausführbar.

Fussnote:
Ueberhaupt bietet die Johannishütte ein vorzügliches Standquartier zu einer bedeutenden Anzahl von grossartigen Hochtouren im Gebiete des Pasterzengletschers. Nicht allein den Grossglockner kann man von der genannten Hütte aus ersteigen, auch für die Ersteigung des Schneewinkelkopfs, Johannisbergs, der Hohen Riffel, des Fuscherkarkopfs, des Sonnenwellecks, des Mittleren, Kleinen und Grossen Bärenkopfs, der Glockerin und sogar des stolzen Grossen Wiesbachhorns ist dieselbe ein vortrefflicher Ausgangspunkt. Nicht minder zur Ueberschreitung der Oberen Oedenwinkelscharte, des Riffelthors, der Bockkarscharte, der Fuscherkarscharte, selbstverständlich der Pfandlscharte, oder der Stockerscharte und des Berger Thörls.

Eine ganz interessante Rundtour auf circa 14 Tage (incl. Berechnung für Rasttage und Regenwetter) wäre folgende: Von Uttendorf (oder von Kaprun aus über das Kapruner Thörl) in's Stubachthal und über den Stubach-Kalser Tauern nach Kals; auf die Stüdlhütte; Ersteigung des Grossglockners mit Hinabweg entweder über Heiligenblut, oder direkt, zur Johannishütte; auf den Johannisberg und über das Riffelthor zur Wasserfallalpe; Ersteigung des Kitzsteinhorns mit Rückweg zur Wasserfallalpe; über das Grosse Wiesbachhorn nach Ferleiten und Bad Fusch; auf den Schwarzkopf und zurück nach Ferleiten; über die Pfandelscharte, Bockkar- oder Fuscherkarscharte zur Jo- 

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hannishütte; endlich über einen Punkt des Glocknerkammes, am besten über den Grossglockner selbst oder doch wenigstens über die Adlersruhe, wieder zurück nach Kals. Dazu noch der Ausflug auf das Kalser Thörl. Reiche Genüsse sind dem Glücklichen bereitet, dem es vergönnt ist, diese Exkursionen bei günstiger Witterung auszuführen. Eine überwältigende Fülle von Pracht und Grossartigkeit, eine Reihe der zaubervollsten Bilder wird sich ihm hier entrollen, niemals im Leben werden die Wunder der Hochregion, die ihm auf diesen Pfaden vor Augen getreten sind, aus seiner Erinnerung schwinden.

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Die Vegetation der Glocknergruppe ist nahe daran, die Repraesentantin der Gebirgsflora dreier angrenzender Länder zu sein, nur mit dem Unterschiede, dass sie jene Gewächse ausschliesst, welche den Kalkgebirgen eigenthümlich, dafür in der Urgebirgsflora ein ziemliches Kompendium liefert. Wir haben es hier mit Gebirgen, geschichtet aus Centralgneiss, Thon- und Glimmerschiefer zu thun, ersterer sich mit kürzern Unterbrechungen vom Krimmler bis etwas über den Stubach- oder Kalsertauern in die Nähe des Grossglockners erstreckend und einen Ausläufer in die Schobergruppe entsendend, während letztere im bunten Gemisch den Grossglockner (oberste Spitze Chloritschiefer) umwallen, in denen eingelagert ein Urkalkflötz, das sich vom Ahrntal über Rain, Prägraten, Virgen, Windisch-Matrei, Kals hin und östlich vom Glockner in der Nähe des Berger Thörls vorbeizieht, oft verdeckt, in vielen Punkten mit seinem weissen Gestein mächtige steile Felsen und Zacken bildend, z. B. Weissen- und Falkenstein bei W.-Matrei, am Hochthor in

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Kals und am Voledischnitz. Die Schiefer verwittern leicht, daher die üppige Vegetation gegenüber den häufig nackten Kalkgebirgen.

       Wir halten uns hier an die Hochgebirgsflora, wobei einige Pflanzen der Thäler als charakteristich nicht übergangen werden können, wenn selbe auch nicht ausgesprochene "Alpina" und unter 4000' Höhenlage vorkommen sollten. Manche alpine Pflanze findet man ohnehin von Gebirgswassern angeschwemmt einzeln bis selbst 2000' und darunter.

       Die Flora, wenigstens der Phanerogamen (für Kryptogamen ist noch viel unbekanntes Feld), gehört in der unmittelbaren Nähe des Glockners zu den eifrigst durchforschten. Heiligenblut ist seit Schultes's und Hohenwart's Zeiten das Tempe der Botaniker, welches der emsige Dr. Hoppe durch mehr als 40 Jahre alljährlich besuchte und während seines sommerlichen Aufenthaltes zu einen Vereinigungspunkte unzähliger eifriger Pflanzenforscher machte. Der dazumal gemüthliche Aufenthalt in Heiligenblut trug wesentlich das Seinige dazu bei. Der eine Schreiber dieses (Hinterhuber) verlebte selbst in Gesellschaft des Dr. Hoppe vier Wochen daselbst, eine Perlenreihe von Tagen voll neuer Entdeckungen und Anschauungen, welche er zu seinen schönsten zählt. Er besuchte dann später diese Thäler noch zweimal.

       Diese Zeiten sind vorbei. Wirth Pichler ist längst zu den Vätern gegangen; das einfache Dorfwirthshaus mit seinem Salm'schen Dolant und dem alten Glocknerbuche ist zu Asche geworden und hat einem Neubaue mit verändertem Regime bei veränderten Zeiten Platz gemacht. Heiligenblut hat seinen alten Ruhm jetzt, und mit Recht, theilen müssen mit Kals; da von da aus zu dem Palaste seines alten Beherrschers, des Grossglockners, neue und zwar kürzere und bequemere Wege aufgesucht und gebahnt wurden. Ist auch die Flora der Südfront des Grossglockners nicht so früh und so umfassend aufgedeckt worden, als die

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von Heiligenblut, so ist dieselbe doch jetzt durch die Thätigkeit ausländischer und heimischer Botaniker um so vollständiger bekannt geworden. Der andere Schreiber dieses (Huter) durchstreifte Kals, seine Heimath, in den Ferien während der Studienjahre nach allen Richtungen und schenkt auch jetzt, bei seinen nur allzu kurzen Besuchen, derselben die vollste Aufmerksamkeit.

       Die Vegetation in jenen Thälern erwacht vermöge ihrer Lage und Höhe erst einige Wochen später, als im Flachlande und zeichnet sich vorerst nicht durch ihren Reichthum aus. Letzterer gewinnt wieder in den Thälern der Kalkgebirge, so lange nicht schroffe Wände und Wasserarmuth denselben einschränken. In Bezug auf Blüthezeit lässt sich keine ganz bestimmte Regel aufstellen, da hier zu viele Ursachen zusammenwirken, wobei die Jahreswitterung eines Landstriches nicht die geringste ist. Es wurde darüber schon vieles geschrieben und vergleichende Blüthentabellen angefertigt, z. B. von Hinterhuber in der Regensburger botanischen Zeitung, dann weitläufig von Ritgen. Keineswegs hat die Höhe des Standpunktes allein jene Bedeutung, die ihr gern zugeschrieben wird, sondern mittlere Temperatur, Gesteins- und Bodenart und Licht sind mit zu berücksichtigen. Der herrlichste Blüthenschmelz entwickelt sich in diesen Gegenden vom Ausgang des Juni bis Hälfte August.

       Wir lassen nun hier eine Aufzählung jener Pflanzen folgen, welche der Gruppe des Grossglockners zur besonderen Zierde gereichen, mit Weglassung der Gewächse, die sich einer allgemeineren Verbreitung erfreuen, und zwar zur leichteren Orientirung nach dem System De Candolle's. Specielle Standortsangaben finden sich nur bei Pflanzen, die eine isolirte und beschränkte Lokalität haben. Es sei nur noch bemerkt, dass, wenn einige seltene Pflanzen, die von irgendwelchen Autoren aufgeführt sind, übergangen wurden, z. B. Ranunculus Traunfellneri Hoppe, Saxifraga tenella Wulfen, Androsace Chamaejasme Host, Artemisia gla-

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cialis L. etc., dies desswegen geschieht, weil deren Vorkommen daselbst zweifelhaft erscheint.

Atragene alpina L.
Thalictrum alpinum L. Nassfeldertauern.
        "       sylvaticum Koch. Kals, Teischnitz 5-7000'.
Anemone alpina L.
      ,,       baldensis L. Kalkhaltige Orte, Teischnitz, Ködnitz, Pasterze.
Ranunculus rutaefolius L. Pasterze (in Kals noch nicht gefunden).
         "        glacialis L.
         "        alpestris L. Heiligenbluter Thörl.
         "        aconitifolius L.
         "                "         ß platanifolius.
         "        pyrenaeus L.
         "        pygmaeus Wahlb. Am Krimmlertauern, am heil. Geist Thörl in                                                             Prägraten, an der Schleinitz bei Lienz.
Aquilegia atrata Koch. Kals.
Aconitum Napellus L., und zwar var. A. Koelleanum Rchb., Hoppeanum Rchb.,  
                                  nasutum Rchb., tauricum Wulfen.

               "                  Stoerkeanum Rchb. Kals im Widumsgarten.
               "                  variegatum L.
               "                  paniculatum Lam.
               "                  Lycoctonum L. ß ranunculifolium Rchb.
Arabis alpina L.
    "     saxatilis All. Virgen (Gander).
    "     ciliata R. Br. a glabrata. Kals am Valedischnitz 8000' c.
    "         "    ß hirsuta.
    "     pumila Jacq. Urkalk, felsige Orte.
    "     bellidifolia Jacq. ß intermedia Huter. Kals, Teischnitz 7000' c.
    "     caerulea Haenke.
Cardamine alpina W,
         "       resedifolia L,

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Braya alpina St. et Hop. Gamsgrube zahlreich, sparsam Leiter und Kals am                                               Figerhorn.
Erysimum Cheiranthus Pers.
        "                "         forma E. pumilum Gaud. Kals, Böse Weibele,
                                                                    Gamsgrube.
        "       rhaeticum DC. Kals, zwischen Peischlach und Staniska.
Draba aizoides L.
    "    Zahlbruckneri Host. Heiligenbluter Thörl, Teischnitz, Vanitscharte etc.
    "    tomentosa Wahl. Selten auf Kalk, Teischnitz etc.
    "    frigida Sauter.
    "    Joannis Host. Kals, selten Teischnitz.
    "    Hoppeana Rudolphi. Kals, Figerhorn.
    "    fladnizensis Wulfen. Höchste Jöcher.
    "    heterotricha Koch.
    "    laevigata Hoppe. Kals selten, Teischnitz, Pasterze.
    "    incana L. Kals sehr selten an Kalkfelsen zu unterst den Geralwiesen. Cochlearia saxatilis Lam.
Biscutella laevigata L.  
       "             "      ß glabra.
Hutchinsia alpina B. Br. Seltener, häufig die Form
       "        brevicaulis Hop.
Helianthemum alpestre Rb.
Viola pinnata L. Hl. Bl. Kals oberhalb Glor.
   "   collina Bess.
   "   sciaphila Koch. W. Matrei, sicher auch in Kals zu treffen.
Polygala amara L. ß alpestris
     "      Chamaebuxus L.
Gypsophila repens L.
Dianthus barbatus L. Kals, Wiesen am Matreier-Thörl 6000'.
       "      glacialis Haenke.
       "      sylvestris Wulfen α genuinus.    
       "             "       ß Scheuchzeri Rb.
Saponaria offcinalis L. Kals bei 4100'.
Silene inflata Sm. y. alpina.
    "    Pumilio Wulfen.
    "    quadrifida L.

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Silene rupestris L.
    "     acaulis L. Kalkhaltig. Boden.
    "           "    ß exscapa Gd. Urgebirg.
Lychnis alpina L. Bergerthörl und Lesacher Wiesenberg 7-8500'.
Sagina procumbens L.
     "     bryoides Froel. Kals an Wegen etc.
     "     saxatilis Wimm.
     "           "      ß macrocarpa Hsm. An sandigen Orten, Alpensteigen etc.
Alsinc lanceolata. M. K. In Ritzen der Glimmerschieferwände. Teischnitz,
                                Bretterwand, Valedischnitz etc.
Alsinc biflora Wahlb. Bergerthörl. Gornettschamp. 8-8700'.
    "    verna Bartl. ß Gerardi Willd.
    "     recurva Wahl. Auf Thonschiefer.
Cherleria sedoides L.
Moehringia polygonides M. K.
        "                "         ß stenopetala Hsm.
Arenaria Marschlinsii Koch. An sandigen Stellen der höheren Berge in Kals.
       "      ciliata L.
       "          "    ß frigida. An kälteren Orten.
       "      biflora L.
Stellaria cerastoides L.
      "      Frieseana Sering.
      "      ulignosa Mur.
Cerastium latifolium L.
        "       alpinum L.
Hypericum quadrangulum L.
        "        tetraplerum Fries.
Geranium pyrenaicum L. Bei W. Matrei.
Rhamnus pumila L. Kalkwände in Teischnitz.
Ononis rotundifolia L. Ruggenthal bei W.-Matrei.
Anthyllis Vulneraria L forma alpestris Rb.
Trifolium pratense L ß nivale Sieber.
      "      medium L.
      "      alpestre L.

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Trifolium alpinum L. Kalserthörl, W. Matrei, auf Wiesen 6500' c.
      "       pallescens Schreb.
      "       badium Schreb.
Phaca frigida L.
    "    alpina Jacq.
    "    australis L. kahl bis graulich behaart.
Oxytropis uralensis DC. z. B. Böse Weibele.
       "       campestris DC.
       "                "       y caerulea. Hl. Blut.-Tauern.
       "       lapponica Gand. Teischnitz, Pasterze.
       "       triflora Hop. Hl. Bluter-Tauern. Kals: Fiegerhorn.
Astragalus lcontinus Wulfn. Häufig am Wege nach Virgen. (Gander.)
        "        oroboides Horn. Kals, Teischnitz an feuchten Orten in der Nähe der
                                  s. g. Tanzböden seltener am Wurger Kar und Ködnitz.
        "        alpinus L.
Hippocrepis comosa L.
Hedysarum obscurum L.
Dryas octopetala L.
Geum inclinatum Schlch. wird von Molendo am Lesacher Wiesenberg
                                       angegeben, was sehr wahrscheinlieh ist,
                                       denn dieses Geum ist hybrid aus
                                       G. montanum & rivale
.
Geum reptans L.
    "     montanum L.
Rubus saxatilis L.
Potentilla aurea L.
        "     salisburgensis Haenke.
        "     grandiflora L. Virgen (Gander.)
        "     nivea L. Prägraten, sehr selten in der Dorferalpe.
        "     minima Hall.
        "     frigida Vill. Kals; sehr selten im Tschedinipfol und an der
                             Vanit-Scharte.
        "     caulescens L. Kals? Prägraten, Dorferalpe.
Sibbaldia procumbens L.

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Rosa alpina L.
    "      "     L. y pyrenaica Gouan.
    "   rubrifolia Vill.
    "   canina L. und gewiss mehrere Formen davon, die in neuerer Zeit
                       als Species aufgestellt sind.
    "   pomifera Herrm. Hl. Blut und Kals 4000 - 4600'.
Alchemilla pubescens M B.
        "       fissa Schumm.
        "       alpina L. Kals, nur in der Dorferalpe.
Cotoncaster vulgaris Lindl. Teischnitz.
Epilobium trigonum Schk. Kals ziemlich selten z. B. am Eingange nach Ködnitz.
        "      origanifolium Lam.
        "      alpinum L.
Circaca alpina L.
Herniaria alpina Vill. Prägraten. Dorferalpe in einem sandigen Lawinenstrich
                              6000'.
Rhodiola rosea L. Zwischen der Leiter und Pasterze.
Sedum atratum L.
     "     repens Schlch.
Sempervivum Wulfenii Hoppe.
          "           Huteri Hausm. Alpen in Kals und Hl. Blut ziemlich häufig.
          "           Widderi Lehm. Kals, sehr selten in Teischnitz und
                                             Lesacher Wiesenberg.
          "           (Funkii Braun vorläufig ohne gewissen Standort.)
          "           fimbriatum Schnitsp. et Lehm. = roseum Hut. et Gand. Kals,
                          Lesacher Wiesenberg unter Valedischnitz, Pasterze etc.
                          6-7000'.
          "           Doellianum Lehm.= barbulatum Schott. Kals, Teisch­nitz an den
                                                Tanzböden etc. 7-8000'.
          "            montanum L.
          "            Braunii Funk. Pasterze; konnte neuerer Zeit von Niemand
                                             unseres Wissens gefunden werden.
          "            arachnoideum L.
          "            arenarium Koch. Kals Lesacher Wiesenberg auf Gornitschamp
                                                 6800' c.

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Ribes alpinum L.
    "    petracum Wulfu.
Saxifraga Aizoon Jcq. mit Varict.

       "      caesia L.
       "      oppositifolia L.
       "      Rudolphiana Hornsch. In Felsspalten bei 8-9000'.
       "      biflora All. Glimmerschiefer.
       "      Huteri Ausserdorfer (S. suboppositifolia & bifloraq).
                         Selten in Teischnitz auf der Moräne.
       "      hybrida Kerner (S. Kochü & oppositifolia). Bei voriger selten
                         12. August 1867 Huter.
       "      aspera L.
       "      bryoides L.
       "      aizoides L.
       "      stellaris L.
       "      Clusii Hausm. (non Goun). An Quellen und schattigen Orten
                          (Form der früheren).
       "      cuneifolia L. Bei Meier im Wald und über Huben.
       "      Zimeteri Kerner (S. cuneifolia & aizoon). Mit voriger sehr selten.                                                                                  Zimeter.
       "      hirsuta L. Feuchte Felsen in Gastein. Pichler.
       "      muscoides Wulfn. α compacta.
                                           β
intermedia.

                                           У laxa
.

                                           δ integrifolia
.

                                           ε moschata.

                                           ζ crocea
.
                                               
        "      (exarata Vill. ist äusserst zweifelhaft.)
        "      planifolia Lap. Gastein.
        "      androsacea L.
        "      adscendens L.
        "      cernua L. Alpen bei Sagritz. Pacher, Vulpius, Pichler.
        "      rotundifolia L.

 

 

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Pimpinella magna L. β rosea Blb.= rubra Hop. Kals 6000'.
Libanotis montana All.
Meum Mutellina Grtn.
Gaya Simplex Gaud.
Angelica montana Schl.
Imperatoria Ostruthium
L.
Heracleum asperum Koch = Pollinianum Bertol. Kals, Teischnitz.
Laserpitium latifolium L.
Chaerophyllum Villarsii Koch.
Lonicera caerulea
L.
Galium sylvestre Pollich.
Valeriana officinalis
L.
 β minor.
           "        tripteris
L.
           "                "      
β intermedia Hsm. Teischnitz.
           "        montana L.
           "        saxatilis L.
           "        celtica L. Kals, Lesacher Wiesenberg, zu Lox und am
                                    Gornettschamp 8-8700'.
Knautia longifolia Koch.
       
"       sylvatica Dub.
Scabiosa lucida Vill.
Adenostyles albifrons Rb.
            
"           alpina Bl. et Fing. An kalkhaltigen Stellen.
Homogyne alpina Cass.
Petasites niveus Bmg.
Teischnitz.
Aster alpinus L.
Bellidiastrum Michelii Cass.
Erigeron Villarsii Bell.
Tefereggen.
         "        alpinus L.
         "        glabratus Hop. et Hornsch. An kalkhaltigen Orten.
         "        uniflorus L.
Solidago Virga aurea L. Alpine Formen.
Gnaphalium sylvaticum L.
             "           norvegicum Gunner. Bergwiesen 6-7000'.
             "           Hoppeanum Koch. Kals im Tschedinipfol.
             "           supinum L.
             "                    "       
β pusillum.


Seite 555

Gnaphalium Leontopodium Scop.
         
"        carpathicum Wahlb.
Artemisia Mutellina Vill.
       
"     spicata Wulfn.
       
"      nana Gaud. Teischnitz unter der Bretterwand.
        "         "    β tacemulosa Rb. = norica Leyb. = borealis Pall.
                        
    An grasigen Felsen des Bösen Weibele.
Achillea Clarenae L. Auf kalkhalt. Boden.
         "      alpinum L.

Aronicum Clusii Koch
mit den unbedeutenden Formen
                     Bauhini Sauter
und glaciale Rb.
Cineraria longifolia Jacq.
Laureralpe in Prägraten 6000' c.
          "       alpestris Hop. Alpenwiesen in Virgen. Gander.
Senecio carniolicus Willd.
       
"                 "         
β glabrescens.
       
"       nemorensis L.
        "       Doronicum L.
Cirsium Lanceolatum Scop.
       
"      eriophorum Scop.
       
"      Erisithales Scop.
       
"      heterophyllum All.
       
"      spinosissimum Scop.
       
"      flavescens Koch (C. spinosissimum & Erisithales).
                                                 Teischnitz sehr selten 7000'.
        "      Ganderi Huter (C. sub-Erisithales & spinosissimum).
                                                  Dorferalpe in Prägraten. Gander.
        "      Cervini  Thomas (C. heterophyllum & spinossimum).
                                                   Lesacher Wiesenberg am Unterenus-Bach 6-7000'.
       
"      palustre & Erisithales Naeg. Kals sehr selten zwischen
                                                   Staniska und Peischlach.
Carduus Personata Jacq.
       
"        defloratus L. in Formen.
        "        platylepis Sauter. Hl. Blut.
Saussurea alpina DC. in der Form macrophylla Sauter.

Seite 556

Centaurea phrygia L.
Leontodon Taraxaci Loisl.
       
"       pyrenaicus Goun.
       
"               "        β aurantiacus.
          
"         hastilis L.
δ opimus.
          
"         incanus Schrk. Teischnitz.
Scorzonera aristata Ram. Kalkhalt. Boden.
Hypochoeris uniflora Vill.
Willmetia apargioides Cass.
Taraxacum offic. var. alpinum.
           
"          Pacheri Sz. B. Am Rande des Salmgletzschers. Pacher.
Prenanthes purpurea L. Kals.
Mulgedium alpinum Cassin.
Crepis aurea Cass.
     
"      alpestris Tausch (Kalk).
      "      blattarioides Vill. Kals selten im Ködnitzthale gen.
                                                  die Graien, häufig in Prägraten.
      "      grandiflora Tausch.
Hieracium pilosellaeforme Hoppe.
         
"         Pilosella L. alpine Formen.
          "         sphaerocephalum Froel.
          "         augustifolium Hoppe-glaciale Lach.
         
"         Auricula L. bis einköpfige Formen.
          "         aurantiacum L.
          "         multiflorum Schl. Alpenwiesen in Kals 6-7500'.
          "         staticefolium Vill. Möllthal. Hinterhuber.
          "         saxatile Vill.
          "         dentatum Hop.
         
"         Jacquinii Vill. Möllthal. Hinterhuber.
          "         glabratum Hop.
         
"         villosum Jacq.
         
"         piliferum Schl.
         
"         glanduliferum Hop.
         
"         fuliginatum Hut. et Gander. Trockene Bergwiesen in Viergen.
          "         vulgatum Koch.
         
"         murorum L.

Seite 557

Hieracium incisium Hoppe. (die Standorte sind noch zu sichten,
                                         da diese ausgezeichnete Art oft mit
                                         murorum
β incisum verwechselt wird.)    
           "         atratum Fr. Lesacherberg.
           "         amplexicaule L.
          
"         nigrescens Willd. Lesacherberg.
           "         albidum Vill.
          
"         prenanthoides Vill.
           "         picroides Vill. (= Huteri Hausm. = pallidiflorum Jord.
                                                   = albidoprenanthoides Sz. B.
)
           "         lutescens Huter (cydoniaefolium Vill?)
           "         valdepilosum Vill. (= Kalisanum Huter).
           "         macrocephalum Huter.
           "         Bocconei Grisb. Diese letzten 6 Spec. wachsen fast
                                            gemeinsam auf Tschamp in Kals bei 6500 - 7000'.
           "         boreale Fr. Kals.
           "         tridentatum Fr. Kals.
           "         Gothicum Fr. Kals. Einiges von Hierac. ist noch zu sichten.
Phyteuma pauciflorum L.
           "         hemisphaericum L.
           "         Sieberi Spr. Kals auf Kalk.
           "         orbiculare L. β fistulosum.
          
"         Michelii Bertol
β betonicaefolium.
          
"         spicatum L.
Campanula pusilla Haenke.
          
"         Scheuchzeri Vill.
          
"                     "          
β valdensis All. Selten am Lesacherberg.
           "         thyrsoidea L. Kals am Valedischnitz, Pasterze.
           "         spicata L. Sonnige Lehnen in Kals.
           "         barbata L.
Arctostaphylos alpina Spr. Kals, Teischnitz auf Kalk.
                "              officinalis W. G.
Erica carnea L.
Azalea procumbens L.
Rhododendron ferrugineum L.
               "               intermedium Tausch.

Seite 558

Rhododendron hirsutum L.
Pyrola rotundifolia L.
    "    chlorantha Sw. W. Matrei in Wäldern unterm Thörl.
    "    media Sw.
   
"    minor L.
    "    secunda L.
    "    uniflora L.
Lomatogonium carinthiacum A. Br.
Gentiana punctata
L.
       "      cruciata L. Kals, selten Virgen.
       "      asclepiadea L. Teuschnitz.
       "      acaulis L. Kalk.
       "      excisa Presl.
      
"      bavarica L.
       "            "      β rotundifolia Hop.
        
"        brachyphylla Vill. Liebt besonders Serpentin.
         "        verna L. mit der Form aestiva K. S.
        
"        prostrata Haenke.
        
"        utriculosa L.
         "        nivalis L.
         "        campestris L.
         "        obtusifolia Willd.
         "        tenella Rottb.
        
"        nana Wulfn.
         "        ciliata L.
Pulmonaria azurea Bess. Kals.
Myosotis sylvatica Hoffm.
β alpestris Schm.
Verbascum thapsiforme Schrad.
        
"       Lychnitis L.
        
"       nigrum L.
Linaria minor Desf.
   
"      alpina Mill.
Veronica aphylla
L.
      "      bellidoides L.
      "      saxatilis Jacq.
      "      alpina L.
Orobranche cruenta Bert.

  

Seite 559

Orobranche Epithymum DC.
Tozzia alpina
L. Teischnitz.
Melampyeum sylvaticum
L.
Pedicularis Jacquinii Koch.
        
"      rostrata L. Gneiss.
         "      asplenifolia Floerke.
        
"      tuberosa L.
         "      incarnata Jacq. Gastein.
         "      foliosa L. Kals, Valedischnitz.
         "      recutita L.
Rhinanthus alpinus Baumg.
Bartsia alpina L.
Euphrasia minima Schl.
       
"       salisburgensis Funk.
        "       Odontites L.
Calamintha alpina Lam.
Stachys alpina L. Häufig in Prägraten.
Ajuga pyramidalis L.
Teucrium montanum L.
Pinguicula alpina L.
        "      vulgaris L. β grandiflora
Androsace glacialis Hop.
           
"         obtusifolia All.
Primula Farinosa
L.
         "      longiflora All.
        
"      officinalis Jacq.
        
"      Auricula L. Kals beim Spätling an Kalkfelsen.
         "      pubescens Jacq. cultiviert!
         "      glutinosa Wulfn.
        
"      Floerkeana Schrad. (Pr. glutinosa & minima).
                                                Bisher selten in Kals.
         "      biflora Huter (Pr. subglutinosa & minima),
                                      Mit voriger bei den Seen zu Lox. 8000'.
         "      minima L.
Cortusa Matthioli L. Prägraten bei Islitz.
Soldanella alpina L.
           "         pusilla Bmg.

Seite 560

Globularia cordifolia L.
Statice alpina Hoppe. Am Leiterkopf.
Plantago montana Lam. Bei w. Matrei. Gander.
Blitum Bonus Henricus C. A. M.
Rumex alpinus
L.
     "     scutatus L.
     "     Arifolius All.
Oxyria digyna Camp.
Polygonum viviparum
L.
Daphne Mezereum L.
      "     striata Tratt. Kalkhalt. Boden.
Thesium alpinum L.
Empetrum nigrum L.
Salix daphnoides Vill.
  
"    incana Schrnk.
  
"    nigricans Fr.
  
"    grandifolia Sering.
   "    caprea L.
   "    glabra Scop. Kalk.
   "    hastata L.
  
"    arbuscula L.
   "    bicolor Ehrh.
  
"    helvetica Vill.
  
"    spuria Schl. (S. arbuscula & helvetica). Lesacher Wiesenberg.
                           selten in den Rauschwiesen.
  
"    Huteri Kerner (S. helvetica & hastata). Lesacher Wiesenberg
                            am Unterenusbache 6700-7300' in mehreren
                            Formen, die erst der Sichtung bedürfen. Nicht selten!
   "    myrsinitis L.
   "    Jacquiniana Willd. Kalk
   "    reticulata L.
   "    retusa L.
   "    serpyllifolia Scop.
  
"    Ganderi Huter (S. arbuscula & reticulata). An einer Stelle der
                               Stainer-Alpe in W. Matrei 7000'. Gandre.
   "    herbacea L.
Alnus viridis DC.
Juniperus nana Willd.

Seite 561

Pinus Pumilio Haenke.
   
"    Cembra L.
Potamogeton natans L. Lesacher Wiesenberg in der
                                    sogen. Lubisenlacke.
Orchis ustulata
L.
     "    globosa L.
     "    mascula L. β speciosa Host.

     "    masculata L.
     "    latifolia L.
Gymnadenia conopsea R. Br.
         
"        odoratissima Rich. (Kalk).
          "        albida Rich.
Coeloglossum viride Hartm.
Platanthera bifolia Rich.
Nigritella angustifolia Rich.
      
"     suaveolens Koch (Nigritella angustifolia & Gymnadenia
              conopsea). Fast auf allen Bergwiesen, besonders aber
                              Teischnitz und Unterwurger Bergwiesen.
       "      Heufleri Kerner (Nigritella angustifolia & Gymnadenia
              odoratissima
). Sehr selten in den Unterwurger Bergwiesen.
Cameorchis alpina Rich. Kalkhaltiger Boden.
Herminium Monorchis R. Br.
Cephalanrhera rubra Rich.
Virgen (Kalk).
Epipactis rubiginosa Gaud. Kals beim Taurer.
Listera ovata R. Br.
    
"     cordata R. Br. Kalserthörl in moosigen Wäldern.
Crocus vernus All.
Streptopus amplexifolius DC.
Convallaria verticillata
L.
         "       multiflora L.
         "       polygonatum L.
         "       majalis L. W.-Matrei.
Majanthemum bifolium DC.
Lilium Bulbiferum
L.
    "    Martagon L.
Lloydia serotina Salisb.

Seite 562

Gagca Liottardi Schult. Fette Orte, Viehlager der Alpen.
Allium Victorialis L. Kals an der Bretterwand, Pasterze.
    "     fallax Don.
    "     sibiricum Willd.
Veratrum album L.
       "           "     β Lobelianum.
Tofieldia calyculata Wahl. β capitata Hoppe = glacialis Gaud.
       "      borcalis Wahlb.
Juncus Jacquinii L.
     "     filiformis L.
     "     triglumis L.
     "     trifidus L.
     "     alpinus Vill.
Luzula flaxescens Gaud. Schattige Wälder am W. Matreier Thörl.
     "     Sieberi Rb = maxima Koch, non DC.
     "     spadicca DC.
     "     albida DC. β cuprina.
     "     multiflora Lej.
     "     spicata DC.
     "          "      β conglomerata Mlchh.
Rhynchospora alba Vahl.
Scirpus caespitosus L.
     "      pauciflorus Ligf.
Eriophorum alpinum L.
        "          vaginatum L.
        "          Scheuchzeri Hop.
        "          latifolium Hop.
        "          angustifolium Roth.
Elyna spicata Schr.
Kobresia caricina W.
Carex Davalliana Sm.
    "            "         β Sieberiana Op.
    "     rupestris All. Kalkhaltiger Glimmer.
    "     curvula All.
    "     stellulata Good. β grypus Hoppe.
Carex lagopina Wahlb. Ködnitz. Pasterze am Gletscher.


Seite 563

Carex camescens L.
    "    Persoonii Sieber.
   
"    mucronata All. Kalk.
    "    bicolor All. Besonders Teischnitz auf der Ebene.
    "    nigra All.
   
"    aterrima Hop. Teischnitz, Pasterze.
    "    atrata L.
    "    irrigua Sm.
    "    ericetorum Poll. β membranacea Hop.
     "     ornitopoda Willd.
     "     ornitopodionides Hausm. Selten am Bergerthörl gen.
                                                     das Leiter Kees.
     "     glauca Scop. mit der Form clavaeformis Hop.
    
"     capillaris L.
     "     (ustulata Wahlb. fand Niemand mehr am Glockner)     
     "     fuliginosa Schkuhr.
    
"     frigida All.
    
"     sempervirens Vill.
    
"     firma Host (Kalk).
     "     ferruginea Scop.
     "     flava L.
     "     Oederi Ehrh.
     "     fulva Good.
β Hornschuchiana Hopp.
Phleum Michelii All.
   
"        alpinum L.
Agrostis stolonifera L.
β.
         "       alpina Scop.
β flavecens selten.
         "       rupestris All.
Clamagrostis Halleriana DC.
         "           tenella Host.
         "           montana Host.
        
"           sylvatica DC.
Milium effusum L. Teischnitz.
Lasiagrostis Calamagrostis Lk. Glimmerschiefer-Felsen
                                                 bei W. Matrei.
sesleria cacrulea Ard.

Seite 564

Sesleria microcephala DC.
      "      disticha Pers.
Aira caespitosa
L.
   "          "        β pallida.
   
"    flexuosa L.
Avena pubescens
L.
     "      amethystina Clarion (ist die satter gefärbte A. pubescens).

    
"      pratensis L.
     "
     versicolor Vill.
    
"      alpestris Hst. (Kalk).
     "      distichophylla Vill.
     "      subspicata Clairv.
Poa laxa Haenke.
  
"    minor Gaud.

  
"    aloina L. β vivipara
  
"    nemoralis L.
   "    sudetica Haenke. Teischnitz.
   "    pratensis L.
β angustifolia Gamsgrube.
Molinia caerulea Mnch.
Festuca Halleri All.
       
"       ovina L.
β alpina. У violacea. δ duriuscula
       
"       heterophylla Lam.
β nigrescens.
       
"       (varia Haenke) ?
       
"       pumila Vill.
       
"       pilosa Hall. f.
       
"       spadicea L.
        "       Scheuchzeri Gd. Kalkhalt. Glimmer.
Brachypodium sylvaricum R. S.
Nardus stricta
L.
Equisetum arvense L.
β alpestre.
           
"         variegatum Schl.
Lycopodium alpinum L.
            "            Selago L.
β incurvatum.
Selaginella spinulosa A. Br.
Botrychium Lunaria Sw.
Woodsia ilvensis R. Br.
W. Matrei, Prägraten und Deffereggen.
Aspidium Lonchitis Sw.

                                   ______________