Der Alpenverein / die Entwicklung des Alpinismus

In grauer Vorzeit dachten sich die Menschen die Berge als Sitz von Geistern, Drachen und anderen furchteinflößenden Gestalten, die Blitz, Donner, Muren und anderes Unheil auf die Menschen herab sandten. Das Betreten dieser gefährlichen Gebiete blieb daher nur wenigen vorbehalten: Jäger, Hirten, allenfalls auch Handelsreisende benützten schlechte Pfade, um ihren Berufen nachzugehen.

Erste planmäßige Überschreitungen, die auch mit der Errichtung von befestigten Wegen und sogar Straßen einhergingen, waren militärischen Zielen zuzuschreiben. So wurden durch das Römische Reich die wichtigsten Übergänge über die Alpen geschaffen.

Bis auf wenige Ausnahmen entwickelte sich erst im beginnende Zeitalter der Romantik, im 18. Jahrhundert, mit dem wichtigsten Proponenten dieser Bewegung Jean Baptiste Rousseau, ein Interesse an der Berg- und Alpennatur an sich. Es wurde Mode in die Schweiz zu reisen und die Gletscher erregten plötzlich das Interesse vieler Menschen, wobei der Mont Blanc mit seinem weithin sichtbaren Schneegipfel eine geradezu magische Anziehungskraft ausübte, die schließlich zu seiner Erstbesteigung am 7. August 1786 führte.

Nun schien das Eis gebrochen und nach und nach wurden andere Alpengipfel  bezwungen. Zu ihnen gehörte auch der Großglockner, in alten Schriften als Glocknerer (1561) oder Glogger (= Leithammel, 1583) bezeichnet.

Er wurde durch eine vom Fürstbischof von Gurk, Franz Graf von Salm-Reifferscheid ausgerichtete Expedition nach mehreren Anläufen am 28. Juli 1800 schließlich erobert.

 

Mehr über die Entwicklung des Alpinismus erfahren Sie in der Hausarbeit aus dem Jahr 1988, mit dem Thema: "Johann Stüdl und die Erschließung der Glocknergruppe unter besonderer Berücksichtigung geographischer Aspekte" von Margarete Rachbauer im Kapitel "Die Entwicklung des Alpinismus von den Anfängen bis in unsere Zeit". Sie finden diesen Text auf der Seite  > "Lesestoff / Hausarbeit von Margarete Rachbauer"/ Seite 10

Wir danken Frau Mag. Hofmann-Rachbauer für die Zustimmung zur Veröffentlichung Ihrer Arbeit im Rahmen dieser Homepage.

 

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Römischer Meilenstein am Radstädter Tauern.
In der Zeit des Rokoko predigte Jean Baptiste Rousseau "Zurück zur Natur!"
Nach der Erstbesteigung durch die Expedition Fürsterzbischof Franz Salm wurde der Großglockner immer wieder bestiegen, alleine 9 mal durch Marcus Pernhaupt für die Arbeit an seinen Glockner - Panoramen, Auch dieses Ölbild stammt von ihm.