Hochzeitsreise in Eis und Schnee

Im September 1872 finden wir folgende Eintragung von Johann Stüdl im Fremdenbuch von Kals: "Johann Stüdl samt Frau aus Prag kam von Heiligenblut am 30. September bei fußtiefem Neuschnee über das Berger Thörl u. geht am 2. Okt. Nach W. (=Windisch) Matrei über das Kals Matreier Thörl."

Es war die Hochzeitsreise der Beiden, denn Johann Stüdl hatte am 15. September 1872 Hermine Wenzel geheiratet (mehr darüber siehe > "Die Familie / Gattin Hermine").

Und in Windisch Matrei war noch nicht Endstation!

Zur Eröffnung der Clarahütte im Umbaltal ging die Reise weiter. Das Wetterpech blieb auch hier den Jungvermählten treu!

Sie war schon etwas ganz Besonderes, die junge Frau Stüdl, die zwar keine große Bergsteigerin wurde, aber ihren Gatten doch bei mancher Bergfahrt begleitete; in Lofer zum Beispiel oder im Kaisergebirge. Vor allem aber unterstützte sie ihn bei seiner rastlosen Arbeit für den Alpenverein und seiner Sorge für die Bevölkerung in den Bergdörfern.

 

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Stüdls junge Gattin Hermine lernte auf ihrer Hochzeitsreise die Berge von ihrer schlechtesten Seite kennen.