K. u. k. Hoflieferant

Anlässlich des 150-jährigen Bestandes seines Unternehmens, suchte Stüdl im März 1891 um Verleihung des Titels k.u.k. Hoflieferant an, welchen zu führen er per Dekret vom 11. April 1891 berechtigt wurde. Damit verbunden war auch die Erlaubnis, das kaiserliche Wappen in den Geschäftspapieren zu verwenden.

Stüdl belieferte auch den Hof des österreichischen Kronprinzen Erzherzog Rudolph und jenen des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand, wofür ihm der Titel „Kammerlieferant“ verliehen wurde. Zu seinen Kunden zählte überdies fast der gesamte böhmische Adel:

Der Umsatz des Geschäftes zum damaligen Zeitpunkt belief sich auf etwa 100 000 Kronen jährlich. Zudem war Stüdl auch an anderen Unternehmen beteiligt, zum Beispiel an einer Glasfabrik.

Als erfolgreicher Geschäftsmann gehörte Stüdl mehreren Organisationen an; z.B. der Prager Handels- und Gewerbekammer. Er war Kurator der Böhmischen Sparkasse und in vielen anderen öffentlichen Funktionen tätig. Dafür wurde ihm 1898 der Titel "Kaiserlicher Rat" verliehen.

Um diese Zeit trat der Sohn Max Stüdl als Prokurist in das Unternehmen ein. Später (1914) eröffnete dieser im selben Haus eine Weinstube, die sich bald großer Beliebtheit erfreute. Siehe > "Die Familie" - "Max")

 


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Seite 1 (von 4) einer Preisliste für Weine und Spirituosen.
Die Visitenkarte von Johann Stüdl.