Die Geschwister

Andreas und Antonia Stüdl hatten 8 Kinder: Johann (Hans) war der älteste.  

Schwester Klothilde

geb. 2. 6. 1841, gest. 20. 1. 1924 heiratete 1859 Robert Rösch und hatte vermutlich 2 Kinder: Klothilde Maria (verh. Lochner) sowie Helene, die nur 40 Tage alt wurde. Sie wurde im Kindergrab der Familie Stüdl bestattet. (Siehe   > "Kindheit und Jugend / Ludwig")

Bruder Emanuel

geb. 27. 11. 1842 starb am 28. 1. 1844 an den Masern. (Siehe   > "Kindheit und Jugend / Ludwig")

Bruder Karl

geb. 4. 1. 1846, gest. 2. 5. 1931., war "Cassier der Böhmischen Sparcassa", später "Director der Cechischen Nationalbank".

Er gehörte zum Leidwesen seiner Mutter der Turnervereinigung "Sokol" (= Falke) an, einer paramilitärischen Gruppierung, die als Gegenpol zum "Deutschen Turnerbund" gegründet worden war. Außerdem war er Anhänger der Freikörperkultur. Überhaupt war er der "Freigeist" der Familie.

Karl Stüdl als Jäger, bzw. Schauspieler in Velden am Wörthersee

Mit seinem Bruder Hans (Johann Stüdl) unternahm er - 1868 - Bergtouren in den Ötztaler Alpen mit Ersteigung der Wildspitze, Kreuzspitze und Weißkugel. (Siehe > "Der Bergpionier / Der Hochtourist / August 1868"). Er wurde ein geachteter Bergsteiger, der einige große Alpentouren ausführte. Als 84-jähriger erstieg er zum letzten Mal seinen Lieblingsberg, den Triglav (Julische Alpen, Slovenien).

Ein Jahr später, 85-jährig starb er in Prag am 2. Mai 1931. Er hat seinen Bruder Johann um 6 Jahre überlebt.

Schwester Antonia

geb. 6. 6. 1848, starb am 10. 11. 1851 an Scharlach. Wie ihre früher verstorbenen Geschwister, wurde sie im Kindergrab der Familie Stüdl beigesetzt. (Siehe           > "Kindheit und Jugend / Ludwig")

Bruder Franz

Franz Stüdl mit Gattin Wilhelmine.

geb. 18. 8. 1850, war Ingenieur und Oberbaurat in Karlsbad. Man kann sich gut vorstellen, dass Hans seinem - um 12 Jahre jüngeren Bruder - jene Ausbildung angedeihen ließ, die er selbst so sehnlich angestrebt hatte.

Am 24. 10 1879 heiratete Franz Stüdl Wilhelmine (Minna) Schindler, Eigentümerin des Gasthofes "Drei Mohren" am Markt in Karlsbad. Die Ehe blieb kinderlos.

Franz begleitete seinen Bruder Hans 1867 auf seiner "Schicksalstour" nach Kals. (Siehe > "Die Stüdlhütte")

Er starb 70-jährig am 26. 11. 1919 in Karlsbad, nur etwa ½ Jahr nachdem Johann Stüdl mit seiner Familie Prag und die böhmische Heimat verlassen hatte.

Schwester Josephine

Die Zwillingsschwester von Franz, also ebenfalls geb. am 18. 8. 1850 starb am 30. 10. 1851 kurz vor ihrer älteren Schwester Antonia an derselben Scharlach-Epidemie und wurde auch im Kindergrab der Familie bestattet. (Siehe                                > "Kindheit und Jugend / Ludwig")

Bruder Ludwig

Der jüngste Bruder, geb. am 14. 9. 1855 litt an schweren krampfartigen Anfällen ("Freisen" oder Epilepsie?). Bruder Hans versuchte aufopfernd seine Leiden zu lindern, indem er ihn stundenlang auf den Armen hielt. Ludwig starb am 3. 4. 1858. (Siehe auch > "Kindheit und Jugend / Ludwig")

 

Weiter: > "Gattin Hermine"

Johann, Franz und Karl Stüdl um 1870.
Der Triglav, der Lieblingsberg von Karl Stüdl
Franz Stüdl
Todesnachricht für Franz Stüdl