Über den Gletscher

Gerne war er mit von der Partie, als Max Haushofer und Franz Ruben ihn einluden, mit ihnen das Zillertal zu besuchen. Sie wanderten vom Zemmgrund auf die Schwarzensteinalm und weiter über den Schwarzenstein-Gletscher und die Schwarzenbachscharte ins Ahrntal. Mehr darüber > "Der Bergpionier / Frühe Bergerfahrung"

"Die Gletscher des Zemmgrundes" Aquarell von Johann Stüdl.

Es war dies seine erste Pioniertat, denn noch niemals vorher war dieser Übergang ohne Seil gelungen. Aber nicht deshalb war jene Tour prägend für den jungen Stüdl, sondern auf dem Rückweg stürzte einer der Führer, Forstwart Hartler, in einer Gletscherspalte zu Tode.

Diese schrecklichen Eindrücke veranlassten ihn später, dem Führerwesen  besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Siehe: > „Der Alpenverein / Organisation des Führerwesens"

1867 trat im Leben von Johann Stüdl wieder eine große Wende ein. Mit seinem Bruder Franz (Foto) wollte er den Großglockner ersteigen. In Ferleiten trafen sie den bekannten Alpinisten Dr. Ignaz Wagl, der das Glocknergebiet gut kannte, und allerlei zu erzählen wusste.

Er gab Stüdl den Rat, die Besteigung des Berges von Süden zu unternehmen, weil der Anstieg von dort kürzer und die Führer bescheidener bei der Entlohnung wären, als jene in Heiligenblut, damals das "Glocknerdorf" schlechthin. Stüdl folgte gerne diesem Rat. Über das Bergertörl kamen Johann und Franz Stüdl  nach Kals …

Kals von Westen. Kolorierte Zeichnung von Johann Stüdl.
Der Schwarzenstein-Gletscher heute.
Franz Stüdl