Der 2. Weltkrieg

1938 begannen die Vorarbeiten für die Einführung einer Wasserleitung, doch ehe es so weit war, dass es Wasser in der Hütte gab, kam der 2. Weltkrieg.

Die Bewirtschaftung konnte in den Kriegsjahren unter großen Schwierigkeiten aufrecht erhalten werden. Die Wehrmacht half mit einem Tragtier aus, nahm aber wiederholt die Hütte für eigene Zwecke in Anspruch. Auch von Einbrechern wurde das Haus nicht verschont. In den Jahren 1933 bis 1945 lag die Bewirtschaftung der Hütte in den Händen des Bergführer-Obmannes Johann Schneider aus Kals.

Nach dem Krieg übernahm sie sein Sohn Rudolf Schneider in Pacht. Wegen des schlechten Besuches übergab er sie 1952 an Thomas Huter, der sie bis ??? bewirtschaftete.

Der 2. Weltkrieg brachte weiterhin aber nicht nur große Probleme für die Stüdlhütte, er nahm ihr sogar die Eigentümer, denn den Deutschen Alpenverein Prag (Rechtsnachfolger nach der Sektion Prag des DAV) gab es nicht mehr! Die Deutsche Volksgruppe im heutigen Tschechien und der Slowakei, also auch die Prager Deutschen, verloren durch Vertreibung ihre Heimat und waren danach "in alle Winde verstreut". Mehr darüber: > Der Alpenverein / Der 1. Weltkrieg und die Folgen)

Die Stüdlhütte wurde bis 1952 von der Sektion Krems des Österreichischen Alpenvereines (Seit 1945 waren DAV und ÖAV wieder getrennt organisiert.) treuhänderisch verwaltet.

Weiter: > "Sektion Prag und Oberland"

Die Stüdlhütte seit 1933 mit Waschhaus und Mulistall. Die Terrasse wurde erst 1988 angelegt.
Die Stüdlhütte 1938