Der Neubau

Der erste Entwurf der neuen Hütte.

Die Sektion Oberland des DAV, als neue Eigentümerin der Stüdlhütte, räumte nun einer gründlichen Sanierung derselben hohe Priorität ein. Weitere Untersuchungen ergaben allerdings, dass eine dauerhafte Standsicherheit des Gebäudes kaum mehr zu erreichen war. Man entschloss sich daher 1993, die Hütte abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Architekt DI Albin Glaser wurde mit der Planung beauftragt, und er legte kühne Pläne vor.

Um dem Bauplatz in 2 800 m Höhe gerecht zu werden, wo immer - auch im Sommer - mit Schnee und Stürmen gerechnet werden muss, wurde die Hütte im Baukastensystem schon im Tal vorgefertigt. Innerhalb von nur einem Tag konnte die Hütte dann zusammengesetzt werden, wobei der Pilot des Hubschraubers eine Meisterleistung vollbrachte, mussten doch die bis zu 20 m langen, gekrümmten Leimbinder nicht nur zum Bauplatz geflogen, sondern millimetergenau in die entsprechenden Fugen eingesetzt werden.

Großer Wert wurde auf eine möglichst energiesparende Konstruktion gelegt, wobei vor allem der Wärmedämmung größte Bedeutung zukommt. "Isofloc" heißt das Dämmmaterial, das im Wesentlichen aus zerstückeltem Zeitungspapier, Bor und Borsäure besteht und unter Druck in die Hohlräume geblasen wird, wobei es in alle Ritzen dringt und daher absolut winddicht ist.

Außerdem wirkt die massive Blecheindeckung mit ihrer abgerundeten Form und den kleinen Gaupen windabweisend, während die nach Süden gerichtete Vorderfront leicht geneigt ist, um mit einer transparenten Wärmedämmung möglichst viel Sonnenenergie aufzunehmen, die gleich für Heizenergie genutzt wird. Diese Maßnahmen bewirken, dass der Wärmebedarf der Stüdlhütte wesentlich unter dem eines durchschnittlichen Einfamilienhauses liegt. Zusätzlich gibt es Sonnenkollektoren für das Warmwasser und Photovoltaik für die Stromerzeugung, sodass die Hütte größtenteils energieautark ist.

Nach dem Motto weniger ist mehr, hat man auf Luxus verzichtet. Ganz im Sinne ihres Urvaters soll die Stüdlhütte Stützpunkt für Hochgebirgstouren sein, aber kein Alpenhotel. Es gibt daher keine Einzelzimmer sondern gut ausgestattete, ganz in Holz gehaltene, heimelige Lager für insgesamt 120 Personen.

Für Hygiene sorgen einfache Waschräume mit fließendem Kaltwasser. Ebenso wie in den Schlafräumen, fanden auch im Gastraum nur unbehandelte Hölzer Verwendung.

Gekocht wird mit Gas. Die moderne Küche ermöglicht, auch bei großem Andrang durch Tagestouristen, eine qualitativ hochwertige Verpflegung der Gäste. Das Konzept sieht vor, dass die Selbstbedienung durch teilweises Buffet-Angebot erleichtert wird.

Mehr über die moderne Hütte auf der Vanitscharte erfahren Sie in diesem Video: http://www.davplus.de/stuedlhuette/video  

Sehen Sie die neue Hütte auch in diesem Ausschnitt aus dem Film "Johann Stüdl - Visionär und Erschließer der Alpen", produziert von Ladislav Jirásko - ALPY spol. sr. o., Prag.

Eine Kurzfassung des gesamten Filmes sehen Sie hier : > Startseite / Film

 

 

 

Die neue Hütte wird eingeweiht.

Stüdlnachkommen bei der Eröffnung der neuen Hütte

Am 5. Juli 1997, fast 130 Jahre nach der Einweihung der ersten Stüdlhütte, konnte auch die bisher letzte - wie geplant - eröffnet werden.

Johann Stüdl wäre sicher mit ihr einverstanden, und er hätte sich wahrscheinlich auch gefreut, dass seine Enkelin Gertraud Lindinger (geb. Stüdl) mit ihren Töchtern Elfriede Klein und Gundula Hauser, sowie Michael Stüdl, dem Sohn ihres Bruders bei dieser Feier anwesend waren. Siehe:
> "Alle Nachkommen von Johann und Hermine Stüdl" (Stammtafel)

Die rasant steigenden Besucherzahlen beweisen, wie notwendig der Neubau der Hütte war.

 

 

Die neue Stüdlhütte mit der Freiwand.

 

 

Mehr über die Stüdlhütte erfahren Sie auf ihrer Homepage; hier:
Stüdlhütte (Video) http://www.davplus.de/stuedlhuette

Oder wählen Sie gleich das Video der Hütte; hier: http://www.davplus.de/stuedlhuette/video    

Bilder von der Stüdlhütte finden Sie hier:
https://www.google.at/search?q=St%C3%BCdlh%C3%BCtte+Bilder&rlz=1C2ARAB_enAT486AT518&tbm=isch&tbo
  

Mit der Planung der neuen Stüdlhütte wurde Architekt DI Albin Glaser beauftragt.
Die vorgefertigten Elemente für die neue Hütte wurden mit dem Hubschrauber zum Bauplatz geflogen und an einem Tag zusammengebaut. Die alte Hütte wurde dann abgerissen.
Die neue Hütte von Norden gesehen. Die massive, windabweisende Blecheindeckung mit den kleinen Gaupen kommt zuerst ins Blickfeld, wenn man aus dem Ködnitztal zur Hütte hinaufsteigt.
Die nach Südwesten gerichtete Front des Gebäudes dient mit Photovoltaik und Sonnenkollektoren der Energieversorgung.
Die Moderne Küche sorgt für reichhaltige Speisenauswahl teilweise mit Buffet-Betrieb.