Der Neue Kalser Weg

Sobald es die Wetterverhältnisse zuließen, wurde 1869 mit dem Ausbau und der Versicherung des Weges über den Großglockner-Südgrat begonnen.

Tonnen von Material (allein 400 m Drahtseil waren verankert worden!) schleppten Thomas Groder und seine Helfer (die Brüder Rupert, Michael und Peter  Groder, sowie Josef Kerer u.v.a.) zunächst zur neuen Hütte und dann über die steilen Felsen hinauf. Sie schufteten unermüdlich, und schon am 5. August erfolgte die Eröffnung des neuen Weges durch 7 Touristen ( Ing. Egid Pegger / Lienz, Thomas Pegger / Lienz, Dr. Josef Berreitter / Innsbruck, Carl Hofmann / München, Ölnebauer Hörbauernsohn / Lienz, Bachwehrer Pferdschmied / Lienz, Belezarterer Dirndl / Lienz) und 7 Führer (Thomas, Michael, Ruppert und Peter Groder, Josef und Andrä Kerer, sowie Peter Hutter).

Johann Stüdl konnte zu seinem Leidwesen an diesem Fest nicht teilnehmen. Er hatte sich wenige Tage zuvor bei einer Bergtour den Fuß verletzt.  Wieder ist es Egid Pegger, der – diesmal im "Fremdenbuch von Kals" beim Unteren Wirt einen genauen Bericht von der Feier gibt. Die Abschrift dieses Eintrages finden Sie auf der Seite > "Lesestoff / Eröffnung des Neuen Kalser Weges".

Gleich anschließend beschreibt auch Johann Stüdl seine Genugtuung über den neuen Glockneranstieg. Er berichtet ausserdem über die an die Stüdlgrat-Einweihung anschließende Erstbegehung, nämlich den direkten Abstieg von der Adlersruhe zur Pasterze durch Karl Hofmann mit den Führern Thomas Groder und Josef Kerer. Später sollte dieser Weg nach Hofmann benannt werden. Siehe auch > "Der Bergpionier / Hofmannsweg".

 

Weiter: > "Geschenk oder Last"

Der Stüdlgrat, 1869 als "Neuer Kalser Weg" errichtet.
Die Bergführer von Kals bauten den neuen Weg