Das Elternhaus

Geboren wurde Johann Stüdl im Haus Malá Strana 150 (heute: Valdšteinská 4) in der Prager Kleinseite, doch schon nach einem Jahr übersiedelte die Familie in das Wohn- und Geschäftshaus Nr. 271 am Kleinseitener Ring (heute: Malostranské Námĕstí 22), das sein Vater seinem ehemaligen Dienstherren Johann Havranek abgekauft hatte.

Das Haus hat eine bewegte Geschichte. Es wurde 1398 erstmals erwähnt als Eigentum des Klosters St.Thomas. 1436 wurde es Rathaus der neuen Stadt „Kleinseite“. Aus dieser Zeit sind im Hof heute noch 2 frühere Gefängnisräume zu sehen. Die Gemeinde verkaufte das Haus 1478. Es brannte 1503 ab und wurde wiederaufgebaut. 

In den nächsten 3 Jahrhunderten wechselten häufig die Besitzer, bis Andreas Stüdl (der Vater von J. St) das Haus mit der darin befindlichen „Kolonial-, Delikatessen-, Wein- und Thee-Handlung“ erwarb.

Mehr über die Geschichte des Hauses: > "Das Geschäft / Ein Haus mit großer Geschichte".

Durch den frühen Tod des Vaters war Johann gezwungen das Geschäft ab 1858 für seine Mutter zu führen, bis er es schließlich selbst übernahm (1872).   Lange haderte er mit dem Schicksal, dass er nun doch das Studium abbrechen und den ungeliebten Beruf eines Kaufmannes ausüben musste.

Mehr darüber: > "Das Geschäft in Prag“

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Die Eltern Antonia und Andreas Stüdl
Das Elternhaus auf der Prager Kleinseite
Rechts im Bild: Das Wohn- und Geschäftshaus vor dem 1. Weltkrieg